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Sorkwity / Sorquitten, etwa 50 km östlich von Allenstein (Olstyn) entfernt, liegt auf einer Landenge zwischen dem Gieland- und dem Lampaschsee. Der kleine Ort verfügt durchaus über einige Sehenswürdigkeiten.


Masurischen Bauernbarock zeigt die evangelische Dorfkirche (300 Gemeindemitglieder) in Sorquitten. Bis 1936 fanden hier neben deutscher, auch noch Gottesdienste in polnischer Sprache statt. Letzter Pfarrer in Sorquitten war Ernst Schwartz, Mitglied der "Bekennenden Kirche".

Aus der mit Stroh gedeckten Fachwerkkirche, die 1470 erstmals beurkundet wurde, entstand zwischen 1593 und 1607 ein von außen unscheinbarer Feldsteinbau, nach dessen Abriss die heutige Dorfkirche gebaut wurde. Die Vorhalle entstand 1699 und der in mittelalterlicher Bauart errichtete Turm, entstand 1709 bis 1719. Das Innere der evangelischen Kirche entpuppt sich als ein Kleinod bäuerlicher Kirchenkunst. Die Kanzel von 1694 ist mit Figuren in bäuerlicher Tracht verziert, der Altar von 1642 wurde von den Meistern Billig und Lange geschnitzt und vom berühmten Bildhauer Isaak Riga aus Königsberg, vollendet.

 

 

Wohl einmalig, die plastische Darstellung der Christi Himmelfahrt über dem Altar. Füße und Waden ragen von Wolken umgeben aus der Decke hervor. Maria und erstaunte Apostel, in bäuerlicher Kleidung der damaligen Zeit schauen in den Himmel. Eine Besonderheit ist der Taufengel von 1701 (Polimentglanzvergoldung), der an einem Seil befestigt zu diesem Anlass herniederschwebt. Die ursprüngliche aus Messing gefertigte Taufschale von 1720 ist leider im Laufe der Geschichte verschwunden. Diese Art der Darstellung ist auch noch in einer Nachbargemeinde zu finden. Im 17. und 18. Jahrhundert in evangelischen Kirchen weit verbreitet, wurden sie später oft wieder entfernt.

   Dorfkirche Sorquitten

Die prachtvolle Patronatsloge. Der jeweilige Besitzer von Schloss Sorquitten hatte jahrhundertelang die Schutzherrschaft, also die Verpflichtung, Baukosten und den Unterhalt der Kirche zu bezahlen. Ein Pestkreuz hinter dem Altar, angefertigt vom damaligen Pfarrer Johann Riedl, der auch Verfasser der "Pestchronik" ist, zeugt von der schweren Zeit der Kirchengemeinde um 1710. Zusamen mit Missernten, Ungezieferplagen und Hungersnöten, verwaisten ganze Ortschaften binnen weniger Tage. Die heute fehlenden Arme des Heilands am Pestkreuz, sollen erst 1945 verschwunden sein. 




Von den Spendern der Orgel, wurden auf den Orgelpfeifen Inschriften zur Erinnerung an ihre im ersten Weltkrieg gefallenen Väter und Söhne angebracht. Die Orgel von 1875 wurde 2010 von einer deutschen Firma saniert. Die Renovierung der Dorfkirche von Sorkwity wurde 2012 abgeschlossen und seitdem strahlt die Kirche auch von außen in neuem Glanz. Falls die Kirche abgeschlossen ist, können Sie den Schlüssel im alten Pfarrhaus, auf der anderen Straßenseite bei Pfarrer Muschmann entleihen. Etwa 150 m entfernt befindet sich der alte evangelische Friedhof der Gemeinde.

Die Gemeinde Sorkwity gehört zur Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Sonntags werden auch Andachten in deutscher Sprache gehalten. Partnergemeinde in Deutschlandseit über 30 Jahren: Norddörfer auf Sylt. Beide Gemeinden gründeten eine Deutsch-Polnische Gesellschaft. Durch Spenden wurde 2016, ein Kultur- und Versöhnungszentrum mit Seminarräumen, und ein Hostel mit 17 Doppelzimmern eingeweiht.
 

Schloss Sorkwity

Schloss SorquittenErstmals im Jahr 1379, Verleihung eines Rittergutes durch Hochmeister Winrich von Kniprode an die Gebrüder von Olsen erwähnt, erwarb 1804 der aus Kurland stammende Ernst Friedrich Gottlob von Mirbach den Besitz. In den Jahren 1850 – 1856 baute Julius von Mirbach-Sorquitten, das alte Schloss auf der Landenge zwischen dem Gehland (Gielad ) und dem Lampatzki (Lampackie) See, völlig um.

Schloss Sorquitten, jetzt umgebaut, im damals modischen Stil der Neugotik (engl. Tudorgotik) mit U-förmigen Umriss, flach gedeckt mit Türmchen und Zinnen, umgeben von einem Landschaftspark mit Dammwildgehege und einer Fasanerie.

 Julius von Mirbach-Sorquitten (Freiherr seit 1870, Graf seit 1888), gehörte viele Jahre dem Reichstag an. Verfasste wirtschaftspolitische Schriften, forderte die Verarbeitung der heimischen Erträge von Roggen und Forstwirtschaft vor Ort und setzte sich nach einem katastrophalen Waldsterben durch Nonnen (Nachtfalter, nadelfressende Fichten und Kieferninsekten), vehement für eine Aufforstung als Mischwald ein. Dazu gehörte auch die Aufforstung kahler Binnenlandünen in der Ortelburger Heide aus Klimaschutzgründen.

Julius von Mirbach-Sorquitten (Freiherr seit 1870, Graf seit 1888Von dem dortigen Sande hatte der "Volksmund" das Schwerzwort geprägt, die Hälfte der Gutsböden sei immer als Flugsand unterwegs.

Als leidenschaftlicher Jäger gehörte Julius von Mirbach-Sorquitten, als Gründungsmitglied in der Funktion als Vizepräsident, dem "Allgemeinen Deutschen Jagdschutzvereins" bis zu seinem Tode im Jahre 1921 an. (Wahre Liebe. Seine Ehefrau durfte immer den stärksten Hirsch erlegen) 





Schloss Sorquitten

Einen Spaziergang durch den Park zum Seeufer, der den Übergang zu den ausgedehnten Wäldern der Umgebung bildet, vorbei am alten Familienfriedhof, sollten Sie unbedingt einmal unternehmen. Es mag heute verwunderlich klingen, auf dem 1770 ha großem Besitztum wurden früher sogar Südfrüchte und Wein angebaut.

Während der Besetzung durch die russische Armee brannte das Herrenhaus im August 1914 völlig aus. Der letzte Besitzer, Julius Ulrich von Mirbach, vermachte den Besitz testamentarisch dem Neffen seiner Frau, dem Freiherrn Bernard von Paleske. Unter dessen Leitung erfolgte in den Jahren von 1922 – 1923 der originalgetreue Wiederaufbau. Den zweiten Weltkrieg überstand Schloss Sorquitten baulich unbeschadet, wenn auch total geplündert von der Roten Armee.

Vom Staatsgut zum Ferienheim einer Traktorenfabrik, erfolgte der Niedergang nach 1945. Heute befindet sich das Schloss Sorquitten in Privatbesitz. Ein Teil des Schlosses wurde als Hotel eingerichtet, stand aber von Bauzäunen umgeben lange Jahre leer. Auch der Versuch einer Neueröffnung (2013) als Hotel scheiterte, aber die Bauzäune (2016) sind verschwunden. 

Touristen und Wassersportlern ist das Dorf Sorquitten durch die hier beginnende Krutynia Route und seine Wasserstation (Stanica Wodna) bekannt. Auf den nächsten 100 km schlängelt sich der aufgrund seiner geringen Fließgeschwindigkeit auch für Anfänger geeignete schönste Fluss Masurens, durch 17 Seen und zahlreiche Naturreservate durch eine malerische, parkähnliche Landschaft.

 
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