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Selbst als Ruine, umgeben vom ehemaligen Schlosspark, beeindruckt Schlobitten noch heute seine Besucher. Abseits des kleinen Dorfes, umgeben von alten Bäumen, liegt der unheimliche Ort.

Einheimische erzählen sogar von einer seltsamen Erscheinung mit einer Pickelhaube auf dem Kopf, die nachts in den ausgeglühten Mauern versucht Feuer zu legen. Tatsächlich nahm sich einmal ein Feuerwehrhauptmann des Fürsten, nach erwiesener Untreue das Leben.

 

In den Jahren 1621 bis 1624, entstand in Schlobitten das erste Schloss der Familie Dohna nach niederländischen Vorlagen, nachdem der Stammsitz der Familie, das Schloss in Mohrungen, langsam zu klein wurde. Nach einer alten Skizze noch mit Befestigungswall und von einem Wassergraben umgeben, entstand später um das Schloss herum ein Barockgarten. 

 Die Dohnas, ursprünglich in Sachsen beheimatet, kamen im 15.Jh. über Schlesien ins Land und bekamen 1520 Schlobitten für Ihre Verdienste vom Deutschen Orden verliehen. Erst Alexander zu Dohna, baute zwischen 1696 und 1732 Schlobitten zu einer repräsentativen Residenz aus, die zu den sogenannten Königsschlössern gehörte, da hier im Laufe der Jahrhunderte alle preußischen Könige logierten.


Im Königreich Preußen nahmen die Dohnas in der Folge viele wichtige öffentliche Ämter wahr.

Allein das Schloss verfügte über 70 Zimmer. Im kunstvollen Festsaal konnten bei besonderen Anlässen 80 Gäste bewirtet werden, umsorgt von 30 Bediensteten. Eine Bibliothek mit über 50.000 wertvollen Bänden, 450 Gemälde, Münzsammlungen, Gobelins, prunkvolle Möbel und seltene Fayencen machten Schlobitten zu einer wahren Schatzkammer.

Über 1500 Hektar Land wurden von 160 Landarbeiter Familien bewirtschaftet. Zu den sozialen Einrichtungen gehörte nach 1918 sogar ein eigenes Altersheim für alleinstehende alte Menschen. 

Als älteste Warmblutzucht in Ostpreußen, Stutbuch von 1623, konnte Schlobitten auch in der Zucht von Trakehnern auf große Erfolge zurückblicken. Berühmte Vererber wie "Tempelhüter", waren hier stationiert. Ein Händchen für die Zucht der Trakehner besitzen die Dohna`s scheinbar bis heute. Auf dem Trakehner Markt 2013 wurde der Hengst Kissinger der Züchterin Alexandra Gräfin Dohna, Jahressieger 2013." das ist ein großartiges Gefühl. Ich habe gezittert" sagte die 79 Jährige aus nach der Bekanntgabe. Seit 30 Jahren züchtet die gebürtige Ostpreußin Trakehner in der Lüneburger Heide und erzielte bei einer Aktion die stolze Summe von 250.000 Euro für das Pferd.

 

Richard Wilhelm Ludwig Fürst zu Dohna-Schlobitten.

Der 1843 in Turin geborene Richard Burggraf und Graf zu Dohna-Schlobitten war bei Kaiser Wilhelm II. "Persona gratissima"; stand er doch in seinen jüngeren Jahren als Vize-Oberjägermeister lange in der persönlichen Umgebung des Kaisers. Nach Übernahme der Bewirtschaftung von Schlobitten besuchte der Kaiser fortan Jahr für Jahr die zu seinen Ehren veranstalteten großen Jagden und war auch Taufpate des letzten Besitzers von Schlobitten, Fürst Alexander zu Dohna.

Dem Mitglied des Deutschen Reichstag, 1890-1894, 1903-1912, (hat dort verhältnismäßig selten das Wort ergriffen), verlieh Kaiser Wilhelm am 1.Januar 1900 den erblichen Fürstentitel, später den Orden vom Schwarzen Adler. Laut Zeitzeugen zog vor allem das als ungekünstelt, kraftvoll und unabhängig geschilderte Wesen des "Schlobitters", der eher alles andere denn ein Fürstendiener war, den Kaiser an.

Richard Wilhelm Ludwig Fürst zu Dohna-Schlobitten starb 1916 mit 73 Jahren, als Generaldelegierter der freiwilligen Krankenpflege in Wilna.

 Fürst Alexander zu Dohna.

Enkel von Richard Wilhelm Ludwig Fürst zu Dohna-Schlobitten, 1939 zum Wehrdienst eingezogen, verließ als Kurier mit einem der letzten Flugzeuge den Kessel von Stalingrad. Im Mai 1944 wegen Befehlsverweigerung (Erschießung von amerikanischen Kriegsgefangenen) aus der Wehrmacht entlassen.

Schon seit 1943 beschäftigte er sich mit der zu befürchteten Flucht. So entstand ein detaillierter Fluchtplan für über 360 Menschen in den Westen.
Im Januar 1945 setzten sich 3 Kolonnen mit 140 Pferden und 38 Wagen rechtzeitig vor Eintreffen der russischen Armee in Bewegung. Nach 1500 Kilometern, zurückgelegt in 2 Monaten, erreichte dieser größte Einzeltreck die Weser. Mit dabei waren auch französische Kriegsgefangene und 31 wertvolle Trakehner Mutterstuten.

Schloss Schlobitten wurde beim Einmarsch der Roten Armee willkürlich zerstört und angezündet und brannte laut Aussage von zurückgebliebenen Einwohnern, volle 3 Tage lang.
Kleinere Teile der Einrichtung konnten 1944 noch nach Westen ausgelagert werden und befinden sich verstreut in Museumsbesitz. Im Schloss Charlottenburg in Berlin befindet sich die größte Sammlung im sogenannten "Dohna Zimmer". Auf dem von im Jahr 1662 von der Gräfin Sophie Theodore zu Dohna-Schlobitten, erworbenen Rittergut in Berlin-Pankow, heute Schloss Schönhausen, befindet sich seit 2009 ebenfalls eine Ausstellung geretteter Kunstwerke aus Schlobitten.

Schloss Schlobitten, liegt etwa 15 km von Elbing - Elblag und 15 km von Preußisch Holland - Paslek entfernt.

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