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Mikolajki / Nikolaiken - Masurisches Venedig Sehenswert!
Aus einer dem heiligen Nikolaus geweihten Kapelle um 1580, entwickelte sich die Siedlung Nickelsdorf, die später mit der auf der anderen Seite der Landenge liegenden Ortschaft Koslau, 1722 zur Stadt Nikolaiken vereinigt wurde.







Ohne Zerstörungen überstand die Stadt den zweiten Weltkrieg. Benannt nach dem Schutzpatron der Fischer und Segler, dem heiligen Nikolaus, hat der Ort in den letzten Jahren durch den Tourismus eine rasante Entwicklung genommen.

Mikolajki / Nikolaiken - Masurisches Venedig Mikolajki / Nikolaiken - Masurisches Venedig                                                                                                              
Malerisch zwischen dem Jezioro (See) Mikolajki und Jezioro Tałty gelegen, wurde in den Straßen um den Rathausplatz renoviert und neue Häuser mit Fachwerk und aus Backstein in das Straßenbild eingefügt. Nicht weit vom Marktplatz entfernt befindet sich neben der evangelischen Kirche von 1842 (Schinkel-Schule), das Reformationsmuseum (Muzeum Reformacji Polskiej). Einen Besuch wert ist auch der kleine jüdische Friedhof, der alle Wirren der Zeit überdauert hat.
 
Mikolajki / Nikolaiken - Masurisches Venedig Mikolajki / Nikolaiken - Masurisches Venedig
Pünktlich zum Saisonbeginn erwacht die kleine Stadt. Souvenirläden, Boutiquen, Cafés und urige Kneipen laden ein. Die schön ausgebaute Uferpromenade mit Cafés und Restaurants, oder das nahe gelegene "Seglerdorf" mit seinen Tavernen laden zum bummeln ein. Hier treffen sich allabendlich die Besatzungen der Motor- und Segelboote, die auf ihrem Törn auf den Masurischen Seen, die Marina angelaufen haben. Allein an den vier Schwimmstegen im Sportboothafen können bis zu 280 Yachten anlegen. Zahlreiche Regatten und Kulturveranstaltungen, runden das Programm ab.


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Eine Besonderheit in der Stadt ist das Lyzeum Marion Dönhoff, der hier 1994 das Patronat über eine private Schule angeboten wurde. Der in Ostpreußen geborenen Gräfin, Autorin vieler Bücher und langjährigen Herausgeberin der "Zeit", wurde durch die Namensgebung eine in Polen bislang einmalige Ehrung zu Teil.

Unschön. Am Ortsrand thront das "Gołębiewski", ein Hotelbetonklotz, Baujahr 1991, mit 4 Sternen. Die Kapazität von 1000 Betten muss jeden Tag durch neue Busladungen aufgefüllt werden. 

Aus alter Zeit
Bekannt ist der Ort durch die Legende vom Stinthengst. So fingen die Fischer in ihren mutwillig von scharfen Flossen zerschnittenen Netzen lange Zeit keine Fische mehr und litten große Not. Endlich gelang es, den Übeltäter zu fangen, den riesigen Stinthengst, Herrscher des Sees mit seiner Edelstein verzierten Krone. Als die Fischer ihn zum Tode verurteilen wollten, bot Ihnen der Stinthengst allzeit volle Netze (Busse mit Touristen), für seine Freilassung ins Wasser an. So geschah es auch, aber die schlauen Fischer ketteten ihn an die Stadtbrücke. Gefeiert wird diese Ereignis mit Kostümen, beim großen Stadtfest im Juni.



Sehenswert
Tip auch für eine Fahrradtour. Jezioro Łuknajno/Luknainer See, 6,8 km². Nur 5 km von Mikolajki entfernt, befindet sich Europas größtes Reservat für Wildschwäne (Biosphärenreservat). Schon 1937 unter Naturschutz gestellt, befinden sich zur Brutzeit über 1800 Schwäne auf dem flachen See. Außerhalb der Brutzeit können auch Seeadler und andere seltene Vögel beobachtet werden. Auf Bohlenstegen kann bis an den Gewässerrand gegangen werden. Trotzdem sind im Frühjahr Gummistiefel praktisch. In Abständen sind Beobachtungstürme aufgestellt.


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Mikolajki ist auch Liegeplatz der "Weißen Flotte"


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